Der Tag

Der TagESC - bleibt Deutschland dieses Mal eine Schlappe erspart dank Lord of the Lost?

12.05.2023, 11:43 Uhr

Der Eurovision Song Contest (ESC) 2023 geht am Samstag in Liverpool ins Finale. Für Deutschland tritt die Hamburger Dark-Rock-Gruppe Lord Of The Lost mit dem Lied "Blood & Glitter" an. ESC-Experten räumen der Band recht gute Chancen ein - Deutschland könnte erstmals seit 2018 eine Platzierung unter den Schlusslichtern erspart bleiben. Allerdings hatte Sänger Chris Harms kurz vor dem Finale mit einer angeschlagenen Stimme zu kämpfen und verbrachte die Tage in Liverpool außerhalb der Proben nahezu stumm, um sich für Samstagabend zu schonen.

Der ESC steht 2023 unter dem Motto "United by Music" (Vereint durch Musik). Der ESC-Tradition zufolge hätten normalerweise die Ukrainer als Vorjahressieger diesen Wettbewerb ausgetragen. Großbritannien nimmt als zweitplatziertes Land des Vorjahres diese Aufgabe wahr, weil die Ukraine wegen des russischen Angriffskrieges kein sicherer Ort ist. Um den Wettbewerb nicht weiter zu politisieren, gibt es nach Angaben der Veranstalter kein Grußwort des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Der Staatschef hatte sich angeblich beim Finale mit einer Videobotschaft an die Zuschauerinnen und Zuschauer wenden wollen. Doch die austragende Europäische Rundfunkunion (EBU) sprach sich dagegen aus.

In einem BBC-Interview sagte Selenskyj, er hätte es besser gefunden, wenn der Wettbewerb in ein ukrainisches Nachbarland wie Polen oder die Slowakei verlegt worden wäre. Dann wäre es für Ukrainer einfacher gewesen, hinzureisen oder sich nahezufühlen, so Selenskyj. Die Europäische Rundfunkunion betonte, die ukrainische Musik, Kultur und Kreativität spielten bei der Show eine wichtige Rolle. "Nicht weniger als elf ukrainische Künstler, darunter Vorjahresgewinner Kalush Orchestra, werden auftreten." Auch würden 37 Orte der Ukraine in Kurzfilmen gezeigt. Explizite politische Aussagen sind laut den Statuten verboten.

Quelle: ntv.de