Der TagEU begrenzt Tiefseefischerei im Atlantik
Kabeljau, Makrele, Schellfisch – der Fischhunger in Europa ist ungebremst. Deswegen sollen die Tiefsee-Fischbestände im Nordost-Atlantik besser geschützt werden.
Darauf zielt eine Verordnung ab, die das Europaparlament jetzt unter Dach und Fach gebracht hat.
Demnach dürfen Fischer Schleppnetze künftig nur noch in Tiefen von maximal 800 Metern einsetzen. Damit soll verhindert werden, dass die riesigen Netze Umweltschäden am Meeresboden verursachen und die Bestände überfischt werden.
In bestimmten Regionen mit empfindlichen Ökosystemen dürfen Schleppnetze nur noch bis 400 Meter Meerestiefe benutzt werden.
Die Verordnung sieht auch strengere Transparenz-Regeln für die Fischerflotten vor: Sie werden verpflichtet, öffentliche Angaben über ihre Tiefsee-Fänge im Nordost-Atlantik zu machen.
Die betroffenen EU-Staaten wiederum müssen Informationen über mögliche empfindliche Ökosysteme veröffentlichen. Strengere und häufige Kontrollen sollen sicherstellen, dass die neuen Auflagen eingehalten werden.