Der TagEine Tote, acht Verletzte - Fahrer räumt Kokainkonsum vor Unfall in Stuttgart ein
Im Prozess um einen tödlichen Verkehrsunfall nahe einer Straßenbahnhaltestelle in Stuttgart hat der Unfallfahrer eingeräumt, am Tag vor dem Vorfall Kokain und Schlafmittel konsumiert zu haben. Er bekenne sich dazu, dass er am Tag des Unfalls nicht in der Verfassung gewesen sei, ein Kraftfahrzeug zu führen. "Ich hätte nicht fahren dürfen", sagt der 43-Jährige vor dem Amtsgericht Stuttgart.
Er hätte erkennen müssen, dass er nach dem vorangegangenen Betäubungsmittelkonsum nicht am Straßenverkehr hätte teilnehmen dürfen, sagt der Angeklagte. Er sei nicht davon ausgegangen, dass die Substanzen am Folgetag noch immer Wirkung entfalteten. In dieser falschen Annahme habe er sich ans Steuer gesetzt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann in ihrer Anklage fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung in acht Fällen sowie fahrlässige Gefährdung des Straßenverkehrs vor. Der 43-Jährige sei Anfang Mai im Bereich der Straßenbahnhaltestelle Olgaeck nahe der Stuttgarter Innenstadt mit seinem Geländewagen von der Fahrbahn abgekommen und in den Fußgängerbereich vor der Haltestelle gefahren, sagt der Staatsanwalt bei der Verlesung der Anklage. Eine 46 Jahre alte Frau kam ums Leben, acht weitere Fußgänger wurden teils schwer verletzt.