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Der TagElite-Uni Harvard nimmt eigene Verbindungen zu Epstein unter die Lupe

19.11.2025, 20:11 Uhr

Nicht nur Donald Trump selbst, sondern auch die von ihm verhasste Elite-Universität Harvard holen frühere Verbindungen zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ein. Jüngst zutage gekommene E-Mails und Textnachrichten belegten unter anderem einen engen persönlichen Austausch zwischen dem einstigen Harvard-Präsidenten Larry Summers und Epstein. Die Harvard-Zeitung "Crimson" berichtete über die Kommunikation, die erst kurz vor Epsteins Festnahme im Sommer 2019 endete und in der sich Summers auch abfällig über Frauen äußerte. Summers zog sich inzwischen aus der Öffentlichkeit zurück. Seine Uni stieß derweil erneut eine Untersuchung ihrer Epstein-Verstrickungen an. Man prüfe derzeit Informationen zu Personen aus dem Umfeld der Hochschule, die in jüngst veröffentlichten Dokumenten aufgetaucht seien, zitierten unter anderem die "New York Times" und die "Washington Post" aus einer Harvard-Stellungnahme. Es solle geklärt werden, "welche Maßnahmen erforderlich sein könnten".

Bereits 2020 hatte die Universität eine interne Untersuchung zu ihren Verbindungen zu Epstein eingeleitet. Der Finanzier hatte laut "Crimson" zwischen 1998 und 2008 rund neun Millionen Dollar an Harvard gespendet; von dem Geld sei mindestens ein Gebäude auf dem Campus finanziert worden, das bis heute stehe. Nach seiner ersten Verurteilung 2008 habe die Hochschule jedoch keine weiteren Mittel mehr von Epstein angenommen.

Quelle: ntv.de