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Der TagEliteuni und Sklaverei: Harvard arbeitet eigene dunkle Geschichte auf

27.04.2022, 08:37 Uhr

Die renommierte US-Universität Harvard will einen Fonds mit 100 Millionen Dollar (94 Millionen Euro) zur Wiedergutmachung ihrer Rolle bei der Sklaverei einrichten. Der Fonds solle dazu beitragen, die durch das Erbe des Sklavenhandels und des Rassismus verursachten Schäden zu mildern, erklärt Harvard am Dienstag. In einem Bericht räumt die Universität eine Mitschuld an der Aufrechterhaltung der Sklaverei ein. "Harvard profitierte von Praktiken, die zutiefst unmoralisch waren, und hielt sie in gewisser Weise aufrecht", schreibt Universitätspräsident Lawrence Bacow in einem Brief an Studenten und Mitarbeiter. "Folglich glaube ich, dass wir eine moralische Verantwortung tragen, alles zu tun, um die anhaltenden zersetzenden Auswirkungen dieser historischen Praktiken auf Einzelpersonen, auf Harvard und auf unsere Gesellschaft zu bekämpfen." Dem Bericht zufolge versklavten Harvard-Mitarbeiter, darunter vier Uni-Präsidenten, mehr als 70 Afroamerikaner und Ureinwohner, bis die Sklaverei 1783 in dem Bundesstaat verboten wurde. Der Bericht stellte auch fest, dass die Universität "von umfangreichen finanziellen Verbindungen zur Sklaverei profitierte", einschließlich Spenden von Sklavenhändlern.

Quelle: ntv.de