Der TagElon Musks Pläne, aber "wenn er verliert, bin ich am Arsch"
Elon Musk hat bisher 75 Millionen Dollar (69 Millionen Euro) in den Wahlkampf des Ex-Präsidenten Trump gepumpt und ist von diesem auserkoren, in einer künftigen Trump-Regierung mit eisernem Besen zu kehren. Sein Auftrag: mit der Bürokratie aufräumen und scharenweise öffentliche Bedienstete feuern. Für die Positionierung des Hightech-Milliardärs im Rechtsaußen-Lager werden persönliche wie geschäftliche Gründen genannt: Musk wuchs in Südafrika während des Apartheid-Regimes auf, geprägt von der Angst vor einer Machtübernahme der Schwarzen. Dass er in Migranten eine Gefahr für die US-Demokratie sieht, mag mit dieser Erfahrung zu tun haben. Dass sein Sohn Justine Wilson seinen Geschlechtseintrag auf weiblich und seinen Namens in Vivian ändern ließ, könnte ebenfalls eine Rolle spielen: Der Unternehmer wütete danach, ein "wokes Gesinnungsvirus" habe seinen Sohn umgebracht.
Aber indem er den Immobilienmilliardär unterstützt, verfolgt Musk auch handfeste Geschäftsinteressen. Seine Unternehmen SpaceX und Tesla sind in hochregulierten Branchen tätig und geraten regelmäßig mit den US-Behörden aneinander. Der Tech-Analyst Rob Enderle warnt, sollte Trump die Wahl gewinnen, dann könnte Musk künftig quasi "dafür zuständig sein, sich selbst zu beaufsichtigen - was ihm potenziell die Macht gibt, alles zu tun, was er will". Umgekehrt sorgte sich Musk in einem Gespräch mit dem erzkonservativen Aktivisten Tucker Carlson vor Kurzem um seine Zukunft, sollte Trump bei der Wahl am 5. November unterliegen: "Wenn er verliert, bin ich am Arsch", so der Unternehmer.