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Der TagEpstein-Opfer verklagen US-Regierung und Google

27.03.2026, 10:03 Uhr

Die Namen von Tätern sind in den veröffentlichten Epstein-Akten geschwärzt, die Namen der Opfer hingegen sind in vielen Fällen entgegen ihrem Willen zu lesen. Wer wird hier geschützt? Weil ihre Namen in den online gestellten Dokumenten nicht wie vorgeschrieben unkenntlich gemacht wurden, haben Opfer von Jeffrey Epstein die US-Regierung und Google verklagt. Das US-Justizministerium habe "etwa hundert Überlebende des verurteilten Sexualstraftäters geoutet, indem es ihre persönlichen Daten veröffentlichte und sie damit der ganzen Welt zu erkennen gab", erklären die Klägerinnen. Überlebende würden dadurch aufs Neue traumatisiert, zudem von Fremden belästigt und bedroht. Nach Berichten der "New York Times" enthalten die Dokumente auch Dutzende Nacktfotos mit nicht unkenntlich gemachten Gesichtern.

Die Regierung habe inzwischen eingeräumt, mit der Offenlegung "die Rechte der Überlebenden verletzt" zu haben, und habe die Informationen zurückgezogen, heißt es in der Klageschrift. Bei Google seien die Dokumente aber weiterhin zugänglich. Bitten der Betroffenen, die Dokumente zu löschen, habe Google bisher ignoriert. Mehr dazu lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de