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Der TagEpstein-Sexskandal: Trump mit heftigen Reaktionen im Maga-Lager konfrontiert

09.07.2025, 06:00 Uhr

Viele Trump-Anhänger sind empört, weil seine Regierung ein Versprechen nicht eingehalten hat. Sie wollte Licht in den Skandal um US-Milliardär Jeffrey Epstein bringen, der 2019 tot in seiner Gefängniszelle in Manhattan aufgefunden wurde. Dem Investmentbanker wurde vorgeworfen, zahlreiche Mädchen und junge Frauen missbraucht und Prominenten zugeführt zu haben. Trumps Justizministerin Pam Bondi und der Chef der Bundespolizei FBI, Kash Patel, hatten Spekulationen befeuert, es gebe eine geheim gehaltene "Kundenliste" Epsteins mit prominenten Namen aus der Demokratischen Partei oder aus Hollywood. Manche Trump-Anhänger raunten sogar, der Milliardär sei deshalb von einem "tiefen Staat" eliminiert worden.

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Jeffrey Epstein und seine Freundin Ghislaine Maxell. Er nahm sich in der Zelle das Leben, sie wurde in fünf von sechs Anklagepunkten im Zusammenhang mit ihrer Rolle beim sexuellen Missbrauch minderjähriger Mädchen durch ihn für schuldig befunden. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Am Montag veröffentlichten Bondi und Patel dann ein überraschendes Memo: Es sei keine "belastende 'Kundenliste'" gefunden worden - und Epstein habe, wie bisher angenommen, im Gefängnis Suizid begangen. Weitere Informationen in dem Fall gebe es nicht.

Die Reaktion im Maga-Lager fiel heftig aus. "Das ist über alle Maßen widerlich", twittert der Trump-Anhänger, Radiomoderator und bekannte Verschwörungstheoretiker Alex Jones. Als nächstes werde das Justizministerium behaupten, Epstein habe nie existiert, fügt er sarkastisch hinzu. Die Rechtsaußen-Influencerin Laura Loomer, der ein großer Einfluss auf Trump nachgesagt wird, forderte die Entlassung von Justizministerin Bondi. Der Präsident solle sie "feuern, weil sie seine Basis belogen hat und eine Belastung für die Regierung ist", forderte Loomer im Onlinedienst X. Trump selbst zeigte sich überrascht über die Aufregung. "Redet ihr immer noch über Jeffrey Epstein?" fragte er eine Reporterin, die ihn bei einer öffentlichen Kabinettsitzung am Dienstag zu dem Fall befragte.

Quelle: ntv.de