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Der TagErdüberlastungstag: "Ab dem 24. Juli leben wir auf Pump"

22.07.2025, 18:08 Uhr

Der weltweite sogenannte "Erdüberlastungstag" verschiebt sich immer weiter nach vorne. In diesem Jahr fällt der Tag, ab dem die Menschheit mehr natürliche Ressourcen verbraucht, als die Erde in einem Jahr regenerieren kann, auf den 24. Juli. Umweltverbände mahnten aus diesem Anlass zu einem Umsteuern bei Wirtschaft und Konsumverhalten.

"Wir verschwenden unsere Ressourcen, als gäbe es kein Morgen", erklärte der Vorsitzende des BUND, Olaf Bandt. "Wir übernutzen unser Wasser, unsere Böden und unsere Wälder." Die katastrophalen Folgen dieses Wirtschaftens wie Starkregen, Überschwemmungen und Trockenheit zeigten sich inzwischen "weltweit und auch bei uns immer deutlicher". "Wir leben in einem System, das immer mehr an seine Grenzen kommt", warnte Bandt.

"Ab dem 24. Juli leben wir auf Pump, auf Kosten künftiger Generationen", erklärte der WWF Deutschland. "Mit unserem ökologischen Fußabdruck sind wir bei unserem Planeten Erde bereits so tief verschuldet, dass zukünftige Generationen dafür teuer bezahlen werden", warnte der Leiter des Bereichs Internationale Politik beim WWF, Florian Titze. Damit sei eine Katastrophe "langfristig vorprogrammiert".

Berechnet wird der globale Erdüberlastungstag von der Organisation Global Footprint Network. Im vergangenen Jahr lag der Tag demnach am 1. August. Der Zeitsprung war damit größer als in den Vorjahren. Für Deutschland wurde er für 2025 bereits für den 3. Mai errechnet. Allerdings ist der Wert hierzulande seit einigen Jahren weitgehend stabil.

Quelle: ntv.de