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Der TagErmittlungen aufgenommen: Hat Tiktok Jugendliche in den Suizid getrieben?

04.11.2025, 21:36 Uhr

Die Pariser Staatsanwaltschaft hat Vorermittlungen gegen den Algorithmus von Tiktok wegen des mutmaßlichen Verleitens Jugendlicher zum Suizid eingeleitet. Tiktok werde unter anderem vorgeworfen, "Propaganda für Produkte, Gegenstände oder Methoden, die als Mittel zum Suizid empfohlen werden", zu verbreiten, erklärt die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau. Der Vorsitzende einer parlamentarischen Untersuchungskommission zu dem Thema, Arthur Delaporte, hatte zuvor eine Beschwerde eingereicht.

Die Vorermittlungen, die der Abteilung der Pariser Polizei für den Kampf gegen Cyberkriminalität übertragen wurden, beruhen auf mehreren Vorwürfen. Neben der Werbung für Produkte als Mittel zum Suizid wird dem Onlinedienst etwa auch die "Bereitstellung einer Onlineplattform zur Ermöglichung einer illegalen Transaktion durch eine organisierte Bande" vorgeworfen. Auf die Vergehen stehen teilweise jahrelange Haftstrafen und Geldstrafen in Höhe sechsstelliger Beträge.

Tiktok prangert eine "falsche Darstellung" der Untersuchungskommission an und weist die Vorwürfe zurück.

Rat und Nothilfe bei Suizid-Gefahr und Depressionen

Bei Suizidgefahr: Notruf 112

Deutschlandweites Info-Telefon Depression, kostenfrei: 0800 33 44 5 33

Beratung in Krisensituationen: Telefonseelsorge (0800/111-0-111 oder 0800/111-0-222, Anruf kostenfrei) oder Kinder- und Jugendtelefon (Tel.: 0800/111-0-333 oder 116-111)

Bei der Deutschen Depressionshilfe sind regionale Krisendienste und Kliniken zu finden, zudem Tipps für Betroffene und Angehörige.

In der Deutschen Depressionsliga engagieren sich Betroffene und Angehörige. Dort gibt es auch eine E-Mail-Beratung für Depressive.

Eine Übersicht über Selbsthilfegruppen zur Depression bieten die örtlichen Kontaktstellen (KISS).

Quelle: ntv.de