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Der TagErst jede zweite Grundsteuererklärung eingereicht

23.12.2022, 15:22 Uhr
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Haben viele noch nicht ausgefüllt: die Grundsteuererklärung. (Foto: IMAGO/MiS)

Hausbesitzerinnen und -besitzer müssen bis Ende Januar noch etwas erledigen: ihre Grundsteuererklärung. Doch nicht mal jeder zweite von ihnen soll die Steuererklärung für die neue Steuer wenige Wochen vor Ablauf der Frist eingereicht haben. Das berichtet das "Handelsblatt" und zitiert darin aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums. Demnach betrug die Quote der eingegangenen Erklärungen bis zum 22. Dezember 46,2 Prozent. Knapp 42 Prozent der bisher eingereichten Steuererklärungen wurden elektronisch über das Steuerportal Elster übermittelt, etwa 5 Prozent auf einem Papiervordruck. Wegen der schleppenden Abgabe hatte das Bundesfinanzministerium die Abgabefrist bereits um drei Monate verlängert: Statt bis zum 31. Oktober 2022 haben Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken nun bis zum 31. Januar 2023 Zeit.

Der Chef der Steuergewerkschaft, Florian Köbler, sieht dem Bericht zufolge weiterhin Probleme mit der Verfassungsmäßigkeit der neuen Grundsteuermodelle. "Die Politik muss dringend reagieren und die Bescheide hinsichtlich verfassungsrechtlicher Fragen vorläufig stellen, um einen Einspruchs-Tsunami zu verhindern." Durch die im Jahr 2019 beschlossene Grundsteuerreform greifen ab 2025 neue Methoden für die Berechnung der Steuer, fast 36 Millionen Grundstücke müssen dem Bericht zufolge neu bewertet werden.

Quelle: ntv.de