Der TagErster Todestag von Mahsa Amini nähert sich, Teheran verschärft Repression
Vor dem ersten Todestag der jungen Kurdin Mahsa Amini verschärfen die Behörden im Iran nochmals die Repressionen. Nach Angaben von Aktivisten haben die Festnahmen von Regierungskritikern zuletzt zugenommen. Damit wolle die Regierung vor dem Jahrestag "Angst unter der Bevölkerung verbreiten" und von neuen Protesten abschrecken, sagte der Chef des in New York ansässigen Center for Human Rights in Iran (CHRI), Hadi Ghaemi.
Die 22-jährige Amini war nach der Festnahme durch die Sittenpolizei in Teheran am 16. September gestorben. Angeblich soll sie gegen die strikten Vorschriften zum Tragen des islamischen Kopftuchs verstoßen haben. Als Todesursache nannten die Behörden lange zurückreichende Gesundheitsprobleme. Die Opposition hingegen sagt, Amini sei im Polizeigewahrsam geschlagen worden. Ihr Tod löste landesweite Proteste von beispiellosem Ausmaß gegen die Führung in Teheran aus. Die Behörden reagierten mit großer Härte.
Hunderte Menschen wurden im Zuge der Proteste getötet, Tausende Menschen wurden im Zusammenhang mit den Protesten festgenommen.