Der TagErstes europäisches Land tritt Trumps "Friedensrat" bei
Der von Donald Trump geplante "Friedensrat" stößt international auf starke Vorbehalte - was Belarus nicht davon abhält, als erstes Land Europas dem Gremium beizutreten. Der Machthaber Alexander Lukaschenko unterzeichnete ein entsprechendes Dokument, teilte sein Pressedienst auf Telegram mit. Der seit mehr als 30 Jahren in Minsk regierende Diktator erklärte darin, dass Belarus bereit sei, alle Bestimmungen der Charta einzuhalten, und bezeichnete Berichte, wonach eine Milliarde Dollar für den Beitritt gezahlt werden müsse, als "Lügen".
Trump will einen "Friedensrat" schaffen, der in Konkurrenz zu den Vereinten Nationen weltweit Konflikte beilegen soll. Für einen ständigen Sitz in dem Gremium sollen Mitgliedstaaten eine Gebühr von "mehr als einer Milliarde Dollar" (rund 860 Millionen Euro) zahlen. Wer die Summe nicht zahlt, hat nur Anrecht auf einen dreijährigen Sitz in dem Gremium.
Trump lud bereits zahlreiche Staaten ein, an dem Gremium mitzuwirken, er selbst will den Vorsitz übernehmen. Frankreich, Großbritannien und Norwegen lehnten eine Mitgliedschaft bereits ab. Trump drohte daraufhin - wie üblich - mit Zöllen.
Marokko, Ungarn, Armenien und Kanada erklärten dagegen, Mitglieder werden zu wollen. Die Vereinigten Arabischen Emirate sagten bereits zu, genauso wie Bahrain.