Der TagErstmals schädlichen Japankäfer in Deutschland entdeckt
Zum ersten Mal ist in Deutschland ein Exemplar des schädlichen Japankäfers nachweislich in eine Falle gegangen. Dabei handelt es sich nach Angaben des Regierungspräsidiums Freiburg um den ersten amtlich bestätigten Fund eines lebenden Japankäfers hierzulande. Bislang hatte es nur wenige Hinweise auf jeweils einzelne Funde gegeben, die Behörden aber nicht verifizieren konnten. Das männliche Tier war Anfang November in einer sogenannten Pheromonfalle in der Nähe des Freiburger Güterbahnhofs entdeckt worden. Laut einem Sprecher des Regierungspräsidiums war es da zwar schon tot.
Dieser Fund sowie ein vorheriger in Basel zeigen den Angaben zufolge, dass die Wahrscheinlichkeit von Japankäfern (Popillia japonica) in Baden-Württemberg zunimmt. Der amtliche Pflanzenschutzdienst werde mit Beginn der Flugzeit im Mai kommenden Jahres den Fundort und weitere Risikostandorte wie Güterbahnhöfe und Parkplätze von Lastwagen stärker überwachen, kündigte der Sprecher an.
Japankäfer können nach Angaben des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums (LTZ) Augustenberg starke Fraßschäden vor allem an Obstbäumen, Erdbeeren, Bohnen, Mais, Wein, Rosen und vielen anderen Strauch- und Baumarten anrichten. Die Engerlinge - also die Larven - wiederum ernährten sich überwiegend von Graswurzeln und könnten in Massen ganze Rasen, Wiesen und Weiden zerstören.