Der Tag

Der Tag"Es kommt anders, wenn Man(n) denkt ..."

24.11.2025, 13:17 Uhr
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Sarah Schulze, Landesbeauftragte für Frauen- und Gleichstellungspolitik des Landes Sachsen-Anhalt, stellt die Kampagne vor.

Von Gewalt betroffene Frauen sollen in Sachsen-Anhalt besser den Weg zu Hilfsangeboten finden und dabei auch Unterstützung aus ihrem direkten Umfeld erhalten. Das ist Ziel einer landesweiten Kampagne mit dem Titel "Stopp! Gewalt gegen Frauen!", die auf Großplakate, Postkarten, Bierdeckel sowie Social-Media-Posts setzt. Ab dieser Woche und im Dezember wird die Kampagne landesweit zu sehen sein, morgen ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

Die Kampagne setzt etwa auf Botschaften wie "Unsere Mama. Nicht dein Opfer", "Meine Tochter. Nicht dein Opfer", "Meine Kollegin. Nicht dein Opfer" und "Es kommt anders, wenn Mann denkt". Die gedrängte, eingeschnittene Schrift soll irritieren, hieß es. Sie wird ergänzt durch Fakten wie "Alle 2 Minuten wird eine Frau in Deutschland Opfer körperlicher Gewalt" und den Verweis auf Hilfsangebote.

"Wir wollen das unmittelbare Umfeld von Betroffenen stärken, weil Menschen aus dem sozialen Nahraum häufig die Ersten sind, denen Veränderungen auffallen, die trotzdem hadern und sich unsicher sind, wie sie auf Anzeichen von Gewalt reagieren können", sagte die Landesgleichstellungsbeauftragte. Sie sollten ermutigt werden, hinzuschauen, nachzufragen und Unterstützung zu vermitteln. Die Kampagne spreche auch und insbesondere Männer an: Sie trügen Verantwortung als Partner, Kollegen, Freunde und Vorbilder. "Ihre Haltung ist entscheidend dafür, ob Gewalt verhindert oder geduldet wird."

Quelle: ntv.de