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Der Tag"Essen wie Hunde": "Unmenschliche" Bedingungen für Migranten in US-Abschiebegefängnissen angeprangert

22.07.2025, 10:17 Uhr

Die Schilderungen der Insassen sind erschreckend: "Wir mussten die Teller auf Stühle stellen, uns bücken und mit dem Mund essen, wie Hunde." Ihre Hände waren auf dem Rücken gefesselt. So steht es in einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW), der die Haftbedingungen für Migranten in US-Abschiebegefängnissen scharf kritisiert. In den Haftzentren herrschten "unmenschliche" Bedingungen. Es werden unter anderem eine Überbelegung, eine mangelnde medizinische Versorgung und eine erniedrigende Behandlung der Migranten beklagt.

Migranten mussten den Angaben zufolge ohne Matratzen auf dem Boden schlafen und ihre Schuhe als Kissen benutzen. Ein Mann gab an, dass ihm 20 Tage lang Seife und Wasser zum Händewaschen verweigert wurden. Einem anderen Insassen wurden laut seiner Aussage Medikamente vorenthalten, darunter Insulin und ein Asthma-Inhalator. Einige Frauen berichteten HRW, dass die Toiletten in ihrer Zelle den Blicken von Männern in benachbarten Räumen ausgesetzt waren. Der Bericht der Menschenrechtsorganisation stützt sich auf die Schilderungen von acht Männern und drei Frauen, die in Abschiebegefängnissen inhaftiert waren oder noch dort festgehalten werden. Zudem enthält er Aussagen von 14 Anwälten sowie Berichte von Angehörigen von sieben Migranten, von denen mehrere abgeschoben wurden.

Quelle: ntv.de