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Der Tag Europarat: Deutschland soll Minderheitensprachen besser fördern

Kennen Sie Obersorbisch, Romanes oder Saterfriesisch? Sie haben sicherlich zumindest eine Ahnung, dass es sich da um eine Sprache handelt. Mehr aber wahrscheinlich nicht, oder? Diese und weitere Minderheitensprachen gibt es in Deutschland, und die sollten Experten des Europarats zufolge in Deutschland mehr Raum etwa in Bildung und Verwaltung bekommen. Richtig: Es gibt eine Art Rüge für uns, weil wir sie nicht genug fördern und schützen. In einem in Straßburg veröffentlichten Bericht bemängeln die Sachverständigen, dass es nicht ausreichend ausgebildete Lehrkräfte gebe, um in den Minderheitensprachen zu unterrichten. "Es müssen sofortige Maßnahmen ergriffen werden, um eine ausreichende Anzahl von ausgebildeten Lehrern für den Unterricht in den Regional- oder Minderheitensprachen sicherzustellen", fordert das Gremium. Allerdings mangelt es generell an Lehrkräften.

Etwa in der Verwaltung und in Gerichten sei es oft zwar prinzipiell möglich, in diesen Sprachen zu kommunizieren, aber die Behörden verwendeten die Sprachen nicht konsequent. Auch gebe es nicht genügend mediale Angebote, heißt es weiter. Positiv gesehen wurde hingegen, dass zweisprachige Schilder vermehrt aufgestellt wurden, was die Sichtbarkeit und das Prestige der Sprache erhöht.

Quelle: ntv.de

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