Der TagEx-Bar-Mitarbeiterin in Crans-Montana spricht von "verbotenem" Notausgang
Während die Ermittlungen zur Brandkatastrophe in Crans-Montana mit 40 Toten und 119 Verletzten laufen, äußern sich zwei ehemalige Mitarbeitende zu früheren Sicherheitsmaßnahmen in der Bar, die sie für unzureichend hielten.
Ein Notausgang sei zu ihrer Zeit verschlossen gewesen, weil er direkt ins Gebäude führte, behauptet eine Frau, die 2023 in der Bar gearbeitet habe, gegenüber dem französischen Sender BFMTV. Ihren Worten nach sei es den Mitarbeitern "verboten" gewesen, diese Tür zu öffnen. Die Evakuierung habe nur über die Treppe erfolgen können. Aber 200 Menschen in zehn Minuten hinauszubringen, "ist unmöglich", sagt sie dem Sender. "Es ist sehr eng; wäre die Tür hinten, gegenüber den Toiletten, offen gewesen, hätte das die Zahl der Opfer verringert", wird sie zitiert.
Auch ein weiterer ehemaliger Mitarbeiter behauptet, die Sicherheitsmaßnahmen seien unzureichend gewesen und listet eine Reihe von Mängeln auf: Darunter fehlender Zugang zu Feuerlöschern, ungeschultes Personal, zu wenig Sicherheitspersonal. Auch er spricht von einem "Notausgang, der manchmal blockiert oder geschlossen war".
Gegen die Betreiber der Bar wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, fahrlässigen Körperverletzung und fahrlässigen Brandstiftung ermittelt. Die Ermittler wollen unter anderem klären, ob das Dämmmaterial an der Decke den Vorschriften entsprach. Unklar ist auch, ob es genügend zugängliche Notausgänge gab.