Der TagEx-Bundesbildungsministerin Stark-Watzinger hadert mit Bruch der Ampel-Koalition
Als die FDP Medienberichten zufolge Ende September damit anfing, akribisch den Ausstieg aus beziehungsweise den Kollaps der Ampel-Koalition vorzubereiten, war auch Bettina Stark-Watzinger dabei. Wobei die FDP-Politikerin und ehemalige Bundesbildungsministerin die "D-Day"-Gespräche anders verstanden wissen will. Im Podcast des Portals Politico sagte sie zu den Berichten über die Treffen: "Das sind Optionen, die man durchspielt. Das ist normal und das war, wie wir wissen, bei allen so."
Trotz der wochenlangen Diskussionen hadert Stark-Watzinger nach eigenem Bekunden mit dem Ampel-Aus. "Ich habe in den letzten Monaten sehr mit mir gerungen, weil das keine einfache Entscheidung ist." Und weiter: "Man hat eine Verantwortung übernommen und man möchte was bewegen." Aber für sie sei klar gewesen, dass es einen Aufbruch im Land brauche, ein Ultimatum mit einer Aufhebung der Schuldenbremse sei zudem keine Option für sie gewesen. "Verfassungsbruch stand für mich nicht im Raum", fügte sie hinzu. Die Entscheidung von Bundesverkehrsminister Volker Wissing, aus der FDP auszutreten, aber Minister zu bleiben, respektiert sie demnach. "Wir haben alle abgewogen", sagte Stark-Watzinger. "Ich habe eine andere Einstellung dazu. Insofern kann ich es nicht ganz verstehen, aber ich respektiere das."