Der TagEx-Regierungssprecher erinnert sich: So hat Hebestreit den Tag des Ampel-Aus' verarbeitet
Der ehemalige Regierungssprecher Steffen Hebestreit erinnert sich noch gut an den späten Abend des Ampelbruchs. "Ich bin zu Fuß nach Hause gegangen, das ist knapp eine Stunde, um das alles mal sacken zu lassen", sagt Hebestreit im Interview mit RTL und ntv. "Dann kam ich nach Hause und habe einen im Kühlschrank befindlichen Matjes gegessen und dachte, na mal sehen, was jetzt aus dieser ganzen Schose wird."
"Ich habe noch relativ lange gehofft, gebangt, geglaubt, dass man doch die Kurve kriegen würde. Ich würde sagen, so gegen 18.30 Uhr verdichteten sich die Anzeichen, dass man da nicht mehr zusammenfinden würde", erinnert sich Hebestreit an die Momente vor dem Heimweg.
Die Erklärung des damaligen Bundeskanzlers Olaf Scholz am Abend des Koalitionsbruchs, in der dieser Finanzminister Christian Lindner einen Vertrauensbruch vorwarf, verteidigt Hebestreit auch heute: "Das war natürlich nicht völlig spontan, in dem Sinne, als dass der Kanzler da ohne Skript geredet hätte. Jeder weiß, er hatte da einen Teleprompter, insofern hatte er sich das wohlüberlegt und da ist ihm nicht der Kragen geplatzt. Aber ich glaube, da musste manches mal gesagt werden, was er lange Zeit nur gedacht hatte."
Das gesamte Gespräch mit Steffen Hebestreit ist in einem Nachtjournal Spezial ab 0.35 Uhr bei RTL zu sehen.