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Der TagFahrlehrer schildert Messerangriff seines Schülers

21.10.2022, 18:21 Uhr

Rund sieben Monate nach dem mutmaßlichen Messerangriff eines Fahrschülers hat der dabei lebensgefährlich verletzte Fahrlehrer die Tat vor dem Landgericht Mainz geschildert. "Ich hatte sehr starke Angst, als ich gesehen habe, wie groß und lang das Messer war", sagte der 49-Jährige am ersten Prozesstag. Seinen ehemaligen Fahrschüler - den 32 Jahre alten Angeklagten - habe er erst erkannt, als dieser ihn mit dem Messer das erste Mal von hinten attackiert habe.

"Ich verstehe nicht, wieso es soweit gekommen ist", sagte der Fahrlehrer, der nach eigenen Worten noch immer in Behandlung und arbeitsunfähig ist. Der aus Somalia stammende Angeklagte entschuldigte sich bei dem Fahrlehrer: "Ich möchte mich in aller Form entschuldigen", übersetzte der Dolmetscher. "Ich dachte, Sie würden mich diskriminieren wegen meiner Religionszugehörigkeit, deshalb war ich falsch geleitet."

Der 32-Jährige hat der Anklage zufolge noch zwei andere Männer angegriffen, die dem angegriffenen Fahrlehrer helfen wollten. Er ist daher wegen versuchten Mordes, versuchter gefährlicher Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Eines der späteren Opfer habe den Messerangriff des Täters stoppen wollen und ihm gegen das Bein getreten. Den dritten Mann hat der Täter nach hinten gestoßen und dieser sei dabei zwischen zwei Autos gefallen. Ein Polizist, der ganz in der Nähe einen tödlichen Verkehrsunfall aufnahm, beendete den Angriff schließlich mit mehreren Schüssen.

Quelle: ntv.de