Der TagFamilie löst nach Bunker-Erkundung Giftgasalarm aus
Leerstehende Ruinen ziehen nicht nur Obdachlose und Lost-Places-Fotografen an. Besonders wenn es um einen verlassenen Bunker aus dem Ersten Weltkrieg geht, schlägt das Abenteurerherz gleich höher. Dass das Betreten einer ungesicherten Ruine lebensgefährlich sein kann, das lassen viele außer Acht.
Nach ihrem Eindringen in eine alte Militäranlage im schleswig-holsteinischen Eutin haben sich ein Vater und seine beiden Söhne wegen möglichen Kontakts mit dem hochgefährlichen Kampfstoff Phosgen in ein Krankenhaus begeben. Zum Glück handelte es sich um falschen Alarm. Die verdächtigen Behälter waren harmlos.
Nach Angaben der Polizei war das Trio bei der eigenmächtigen Begehung auf vier leere alte Prüfröhrchen zum Nachweis von Phosgen gestoßen, die auf einem Tisch lagen. Nachdem sich der Mann und die beiden Kinder in der Klinik meldeten, alarmierten die Ärzte Polizei und Feuerwehr. Gefahrgutexperten bargen die Kartuschen mit der verdächtigen Beschriftung und untersuchten sie. Sie waren leer.
Phosgen ist eine hochgiftige leicht flüchtige Chlorverbindung, die schon bei niedrigen Temperaturen verdampft und ätzende Nebel bildet. Beim Einatmen verursacht sie schwerste Lungenschäden. Im Ersten Weltkrieg wurde sie massenhaft als chemischer Kampfstoff eingesetzt.