Der TagFast 300 Tote in Kühlwagen umhergefahren
In Mexiko werden pro Jahr so viele Menschen erschossen, dass die Zahl der Toten denen von Bürgerkriegsregionen ähnelt. Das stellt die Justiz vor viele Probleme, eines davon ist der Umgang mit den Leichen. Denn in der Millionenstadt Guadalajara sind die Leichenhallen nun so voll, dass Justizbeamte kurzerhand auf einen Kühllaster auswichen. Fast 300 Tote wurden in den Fahrzeugen "zwischengelagert".
Anwohner von zwei Armenvierteln in Guadalajara beschwerten sich über den unerträglichen Geruch und die Fliegenschwärme, die den Lastwagen umgaben, wie mexikanische Medien berichten.
In dem Lastwagen wurden 273 Leichen in schwarzen Säcken gefunden. Der zuständige Staatsanwalt und der Leiter der Gerichtsmedizin mussten daraufhin ihren Hut nehmen.
In Mexiko wurden durch Gewalttaten der organisierten Kriminalität seit Ende 2006 mehr als 200.000 Menschen getötet, allein im vergangenen Jahr waren es 28.700 Opfer. Laut einem Bericht von "Zeit Online" starben im Afghanistan-Krieg seit 2001 dagegen 150.000 Menschen - Mexiko hat allerdings drei- bis viermal so viele Einwohner wie das Land am Hindukusch.