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Der TagFast jeder Zweite scheitert im Integrationskurs beim Deutschtest

22.03.2019, 06:09 Uhr

Im Jahr 2005 werden sogenannte Integrationskurse eingeführt, die aus einem Deutschkurs und einem "Orientierungskurs" zur Rechts- und Gesellschaftsordnung bestehen. Am Ende der Deutschstunden sollen die Teilnehmenden das Niveau "B1" des gemeinsamen europäischen Referenzrahmens erreichen. Sie sollen also in einfachen Sätzen Erfahrungen und Ereignisse beschreiben und Meinungen wiedergeben können sowie persönliche Briefe schreiben. Doch 14 Jahre später gelingt dies vielen nicht:

  • Fast die Hälfte aller Zuwanderer ist im vergangenen Jahr beim Deutschtest gescheitert. Von den rund 202.000 Teilnehmern konnten 93.500 die Kurse trotz Qualitätsoffensive nicht erfolgreich beenden, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion zitiert.

  • Das entspricht einer Durchfaller-Quote von 45 Prozent. 2017 waren von 292.000 Teilnehmern gut 116.000 und damit 40 Prozent durchgefallen.

  • Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) hatte nach scharfer Kritik an mangelhaften Kursen die Qualitätskontrolle im vergangenen Jahr nach Angaben des Innenministeriums "erheblich intensiviert".

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