Der TagFestnahmen, Razzien, Drohungen: Lukaschenko schüchtert Herausforderer ein

Vor der Präsidentenwahl in Belarus (Weißrussland) geht Staatschef Alexander Lukaschenko immer schärfer gegen Gegner vor. Der 65-Jährige veranlasste eine Razzia der Finanzkontrolle bei der Belgasprombank wegen angeblicher illegaler Geschäfte. Der Ex-Chef der Bank, Viktor Babariko, will bei der Wahl am 9. August gegen den seit mehr als 25 Jahren regierenden Lukaschenko antreten.
Der Machthaber nannte Babariko einen "Halunken". Es werde ihm nicht gelingen, sich als Opfer oder politischer Gefangener aufzuspielen. Im Fall der Bank habe es bereits mehr als 15 Festnahmen gegeben, sagte der autoritär regierende Präsident der Staatsagentur Belta zufolge.
Babariko sprach von einem politisch inszenierten Verfahren. Die Opposition wirft Lukaschenko zunehmenden Druck auf Andersdenkende vor. Bei Protesten waren zuletzt zahlreiche Menschen festgenommen worden.
Lukaschenko warnte zuletzt vor angeblichen Destabilisierungsversuchen. Konkret drohte er "fetten Bonzen" privater Konzerne mit Kontrollen durch die Finanzpolizei.