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Der TagFeuerpause im Gazastreifen? Hamas-Vertreter gibt "positive" Antwort an Vermittler

04.07.2025, 22:16 Uhr
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Im Gazastreifen gibt es inzwischen wohl mehr Leid und Zerstörung als alles andere. (Foto: picture alliance / SIPA)

Zuletzt ist der Gaza-Krieg etwas aus dem Fokus geraten, aber die Angriffe des israelischen Militärs gingen trotzdem unvermindert weiter. Es gab weiter Zerstörung und Tote, es gab weiter hungernde Menschen ohne Zugang zu Nahrung oder medizinischer Versorgung, ob die Weltöffentlichkeit hinschaut oder nicht. Doch bald könnten zumindest erst einmal für 60 Tage die Waffen ruhen: Die islamistische Hamas hat nach inoffiziellen Angaben einem neuen Vorschlag für eine Waffenruhe im Gazastreifen im Prinzip zugestimmt, aber zugleich den Wunsch nach Klarstellungen geäußert. Dies teilt ein Funktionär der Organisation, der nicht namentlich genannt werden wollte, der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. Die Hamas habe jedenfalls den Vorschlag der Vermittlerstaaten Ägypten, Katar und USA mit einer "positiven Antwort" an die katarischen Unterhändler weitergeleitet, sagte der Funktionär. Es bestünde aber noch Klärungsbedarf in Hinsicht auf den Fortbestand nach der vorerst auf 60 Tage befristeten Dauer der Waffenruhe, auf den Rückzug der israelischen Truppen aus dem Gazastreifen sowie auf den ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe in das abgeriegelte Küstengebiet, fügte er hinzu. Israel stimmt nach Angaben von US-Präsident Donald Trump den "notwendigen Bedingungen" für den Abschluss der Feuerpause bereits zu.

Die genauen Bedingungen des neuen Vorschlags der Vermittler sind noch unklar. Israelischen und internationalen Medien zufolge sieht der Vorschlag für einen Deal die Freilassung von zehn der noch mindestens 20 lebenden Geiseln und die Übergabe der Leichen von 18 Entführten im Austausch gegen palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen vor. Frühere Waffenruhe-Deals waren an den auseinandergehenden Vorstellungen Israels und der Hamas gescheitert.

Quelle: ntv.de