Der TagFeuerwehr transportiert Hantavirus-Verdachtsperson nach Düsseldorf
Die Feuerwehr Düsseldorf transportiert momentan eine Person, die wegen einer möglichen Hantavirus-Infektion unter Beobachtung steht, aus den Niederlanden nach Deutschland. "Gegen 20 Uhr erfolgte die Übergabe der betroffenen Person durch die niederländischen Behörden. Im Anschluss begann der Transport in Richtung Universitätsklinik Düsseldorf", heißt es in einer Mitteilung. Aktuell sei der Zustand der Person ist stabil, derzeit zeige sie keine Symptome einer Infektion. Berichten zufolge soll es sich um eine Deutsche handeln, die Kontakt zu einer Person hatte, die am 2. Mai auf dem Schiff "Hondius", auf dem das Virus grassierte, verstorben war.
Man gehe davon aus, dass die betreffende Person nicht infiziert sei, hatte die Universitätsklinik Düsseldorf zuvor mitgeteilt. "Es handelt sich um eine Kontaktperson ohne bestätigten Nachweis einer Hantavirus-Infektion. Die Aufnahme erfolgt rein vorsorglich zur medizinischen Abklärung."
Drei Menschen waren zuvor unter medizinischer Begleitung im Hafen der kapverdischen Hauptstadt Praia von Bord des Schiffes geholt worden, wie aus einer Mitteilung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und des niederländischen Außenministeriums hervorgeht. Sie seien mit zwei Spezialflugzeugen unterwegs in die Niederlande, hieß es. Eines der beiden Flugzeuge landete am Abend auf dem Flughafen Schiphol in Amsterdam. Der zweite Flieger mit zwei Patienten an Bord musste aber einen technischen Zwischenstopp auf Gran Canaria einlegen.
Bei den drei Personen handelt es sich um zwei Besatzungsmitglieder aus Großbritannien und den Niederlanden, die nach Angaben des Kreuzfahrtveranstalters Oceanwide Expeditions schwer erkrankt sind, sowie um eine Kontaktperson der am 2. Mai auf dem Schiff gestorbenen Deutschen. Nach Angaben des niederländischen Außenministeriums ist diese Kontaktperson "eine Deutsche" im Alter von 65 Jahren.