Der TagFeuerwehrmann wegen Brandstiftung verurteilt - Frust als Motiv
Ein Feuerwehrmann hat über Jahre immer wieder Brände im hessisch-bayerischen Grenzgebiet gelegt. Das Landgericht Aschaffenburg hat den 47-Jährigen wegen vollendeter und versuchter Brandstiftung zu fünf Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Im Prozess gab der Angeklagte 13 Taten. Er sei gefrustet und verbittert gewesen, sagte er über sein Motiv. Seine Feuerwehr sei nach der Corona-Pandemie nicht genug gewürdigt worden. Er habe der Feuerwehr für ihre Arbeit Lob und Anerkennung in der Bevölkerung sowie gute Presse verschaffen wollen.
Die Staatswirtschaft hatte ihn wegen noch weiterer Fälle angeklagt, für die er jedoch nicht verurteilt wurde. Dabei gingen Holzstapel, Wälder, Wiesen und Hochsitze, aber auch das Wochenendhäuschen einer Familie und eine Waldhütte in Flammen auf. Der Richter sprach von einer hohen kriminellen Energie. Laut den Ermittlungen hatte der IT-Techniker sich selbst entzündende Vorrichtungen gebaut, die erst Stunden später Brand gerieten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.