Der TagFlüchtlinge mindern Brexit-Schaden für Deutschland

Dass der Brexit für alle schwierig wird, wussten wir ja schon. Nun zeigt sich, wieviel EU-Geld der Austritt Großbritanniens aus der EU die deutschen Bundesländer kostet. Mit gut einem Fünftel weniger Geld sollen diese nach 2020 auskommen. Das bedeutet, dass zwischen 2021 und 2027 nur noch 15,7 Milliarden Euro in Projekte flössen - für den derzeit laufenden Zeitraum sind es 19,8 Milliarden Euro.
Die für Regionalpolitik zuständige EU-Kommissarin Corina Cretu machte zudem deutlich, dass die 16 deutschen Bundesländer nach dem Vorschlag noch höhere Kürzungen hätten befürchten müssen, wenn Deutschland nicht so viele Migranten aufnehmen würde. Nach Angaben von Cretu soll dies nämlich künftig bei der Mittelvergabe eine Rolle spielen, ebenso wie zum Beispiel die Höhe der Jugendarbeitslosigkeit.
Zur Gruppe der Staaten, die mehr Geld bekommen sollen, zählt deswegen Italien (plus 6 Prozent). Die höchsten Kürzungen haben nach den EU-Zahlen hingegen Länder wie Polen (minus 23 Prozent) und Ungarn zu befürchten (minus 24 Prozent). Ihnen drohen zudem weitere Einschnitte, wenn sie sich nicht an grundlegende EU-Standards halten.