Der TagFlüchtlingsbaby kommt ohne Eltern an
Ein neun Monate altes Flüchtlingsbaby ist ohne Eltern auf der italienischen Insel Lampedusa angekommen.
Das Mädchen aus dem westafrikanischen Krisenland Mali sei zusammen mit seiner schwangeren Mutter und Dutzenden anderen Flüchtlingen in Libyen in einem Schlauchboot in See gestochen, berichtete die Zeitung "La Stampa". Jedoch habe die schwangere Mutter die Überfahrt nicht überlebt. Sie sei vermutlich wegen eines defekten Motors an schweren Verbrennungen gestorben, hieß es.
Jetzt will der Arzt der Insel, Pietro Bartòlo, die kleine "Favour" bei sich aufnehmen. "Sie ist ein bildhübsches und sehr süßes Mädchen", erklärte er. "Sie hat mich umarmt, sie hat keine Träne vergossen und sich untersuchen lassen, ohne sich je zu beklagen."
Die Kleine sei ein wenig unterkühlt und dehydriert gewesen, aber sonst gehe es ihr gut. Er habe beantragt, Favour in Pflege zu nehmen. "Ich hoffe, dass sie sie mir geben werden."
Hinweis: Ursprünglich hieß es, die Mutter sei ertrunken. Mehrere italienische Medien berichten inzwischen aber, die Frau sei wahrscheinlich an Verbrennungen gestorben.