Der Tag

Der Tag Fluggesellschaften müssen bei verschüttetem Kaffee haften

Wer kennt das nicht? Das Flugzeug steuert durch Turbulenzen, es ruckelt ordentlich - und schon kippt man sich seinen heißen Kaffee über den Schoß. Das kann ziemlich weh tun und im schlimmsten Fall zu Verbrennungen führen. So auch bei einer österreichischen Reisenden während ihres Fluges von Mallorca nach Wien. Deswegen zog sie vor Gericht und wollte Schadenersatz von der mittlerweile insolventen Airline Niki.

Nun erklärt ein wichtiger EU-Gutachter, dessen Meinung das Gericht folgend dürfte: Bei Verbrennungen durch im Flugzeug umgekippten Kaffee besteht Anspruch auf Schadenersatz. Bei Verletzungen durch jedes an Bord oder beim Ein- und Aussteigen plötzlich eintretende Ereignis, das der Fluggast nicht verursacht habe, könne die Fluglinie haftbar gemacht werden, befand der Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof (EuGH). Die mittlerweile insolvente Airline Niki argumentiert, dass kein Unfall vorliege, der von der Fluglinie oder ihren Mitarbeitern verursacht wurde. Das Ereignis beruhe auch nicht auf einem für die Luftfahrt typischen Risiko. Sie könne deshalb nicht haftbar gemacht werden.

Quelle: n-tv.de