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Der Tag"Flughafen müsste gesprengt werden": Lufthansa verweigert Ex-Metro-Chef den Flug

29.08.2025, 21:59 Uhr

Ex-Metro-Chef Eckhard Cordes, heute Aufsichtsratschef von Bilfinger SE, wurde am Donnerstag der Einstieg in einen Lufthansa-Flug von Berlin nach München verweigert. Darüber berichtet die Bild-Zeitung. Anlass war eine heftige Beschwerde über den BER, bei der Cordes gesagt haben soll, der Flughafen sei so schlecht, dass man sich manchmal wünsche, er würde "in die Luft gesprengt und neugebaut". Der Kapitän stufte ihn daraufhin als "unruly passenger" ein, die Polizei wurde hinzugezogen und Cordes reiste schließlich mit einem Mietwagen weiter nach München.

Nach Darstellung seines Sprechers habe Cordes die mangelnde Information am Gate und das Verhalten des Personals kritisiert. Auch mit dem Kapitän geriet er in Streit, als dieser wegen eines angeblichen Gewitters das Aussteigen stoppte. Obwohl Cordes die Entscheidung respektierte, hielt er an seiner Kritik fest. Ab München flog er wie geplant weiter nach Ibiza, wobei er seinen Vielflieger-Status nutzte.

In Lufthansa-Kreisen wurde spekuliert, ob Cordes künftig Hausverbot in den Lounges erhalten könnte. Ein Sprecher der Airline erklärte laut "Bild", Fluggesellschaften könnten bei aggressivem Verhalten Beförderung oder Status verweigern, dies werde aber stets juristisch im Einzelfall geprüft. Laut Bundespolizei werden Bemerkungen über Sprengstoff grundsätzlich als potenzielle Bedrohung gewertet und fast immer mit Flugverboten oder Ermittlungen beantwortet.

Quelle: ntv.de