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Der TagFolge des Brexits: Knapp die Hälfte der Lkw verlässt Großbritannien ohne Ware

25.01.2021, 13:54 Uhr
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Schlangen vor der Grenze, keine Waren auf der Ladefläche auf dem Rückweg - Großbritannien ist seit dem Brexit kein attraktives Fahrziel mehr für Speditionen. (Foto: dpa)

Knapp die Hälfte der Lkw, die auf dem Weg von Großbritannien in die EU sind, passieren die Grenze mit leerer Ladefläche, also ohne Waren. Auch einige Wochen nach dem Brexit sind die Ausfuhren aus dem früheren EU-Mitgliedsland noch immer äußerst niedrig. "Es gibt keine normale Nachfrage von Exporteuren. Das bedeutet, dass rund 40 Prozent der Lastwagen leer auf den Kontinent zurückkehren", sagte der Chef des Spediteursverbands RHA, Richard Burnett, der Zeitung "The Times". Vor allem ausländische Unternehmen würden deutlich seltener nach Großbritannien kommen, weil die Fahrten wegen Zollgebühren und anderer Hürden nun kostspieliger seien. "Sie haben Angst, im Hafen festzusitzen, falls sie nicht über die richtigen Zollpapiere verfügen", sagte Burnett. Zudem sei die Pflicht zu Corona-Tests "sehr unbeliebt". Auf dem Rückweg hätten sie dann zudem keine Waren und machten keine Geschäfte.

  • Der Chef des Verbands der Kühlkettenunternehmen, Shane Brennan, schrieb in einem Gastbeitrag für das Blatt: "So leere Autobahnen und Fähren wie jetzt gab es noch nie." Er warf der Regierung Gleichgültigkeit vor.

  • Ein Großteil der Lebensmittelindustrie habe Schwierigkeiten beim Handel mit der EU. Diese würden dauerhaft, wenn die Regierung nicht entschlossene Maßnahmen ergreife. "Die britische Lebensmittelindustrie steht an der EU-Grenze vor einer massiven Mauer, und wir brauchen Hilfe dabei, sie zu erklimmen."

  • Zuletzt war bekanntgeworden, dass Regierungsstellen manchen Unternehmen nahegelegt hatten, Teile ihres Geschäfts in die EU zu verlagern, um den Handel mit Europa nicht zu gefährden.

Quelle: ntv.de