Gegen PhantomschmerzenForscher entwickeln erste fühlende Beinprothese
Österreichische Wissenschaftler haben in Wien die erste Beinprothese mit künstlichem Tastsinn vorgestellt. Es soll dem Träger jedoch nicht nur Gefühle wiedergeben, sondern auch gegen Phantomschmerzen helfen.
Es sei "wie ein zweites Leben, wie eine Wiedergeburt", schwärmte Wolfgang Rangger - der Träger - anlässlich der Präsentation. Rangger ist vor allem erleichtert darüber, dass nach der Operation im Oktober 2014 die quälenden Phantomschmerzen verschwunden sind, über die viele Beinamputierte klagen.
"Es fühlt sich an, als ob ich wieder einen Fuß hätte - ich rutsche nicht mehr auf Eis aus und ich kann erkennen, ob ich auf Kiesel, Beton, Gras oder Sand gehe", sagte Rangger.
Die medizintechnische Innovation weckt Hoffnungen für ungezählte Prothesenträger, noch liegen die Kosten allerdings zwischen 10.000 und 30.000 Euro.