Der Tag

Der TagForscher retten seltene Fische mit Stromstößen

07.02.2020, 07:03 Uhr
129454762
Die fingergroßen "Galaxien" sind vom Aussterben bedroht. (Foto: picture alliance/dpa)

Um Tiere vor den Bränden in Australien zu bewahren, wird zum Teil großer Aufwand betrieben. So auch in diesem Fall: Um extrem seltene Fische zu retten, wurden diese kürzlich mit Stromstößen betäubt und aus einem Feuergebiet gerettet. Das soll die etwa fingergroßen Süßwasserfische mit dem lateinischen Namen Galaxias tantangara vor dem möglichen Aussterben bewahren.

  • Wissenschaftler der Universität Canberra holten vergangenen Monat 142 Tiere aus einem Strom im Kosciuszko Nationalpark, noch während es dort brannte. Die Fische, die bislang nur in einem drei Kilometer langen Flussabschnitt nachgewiesen wurden, bekamen dafür zur Betäubung Elektrostöße.

  • Fische überleben die Flammen, schlimmer ist für sie der Regen danach, der halbverbrannte Blätter ins Wasser spült, die im Wasser zerfallen und den Sauerstoff entziehen, wie der Ökologe Mark Lintermans erklärte.

  • Nun sind die sogenannten Galaxien in einer Fischzucht-Station gesichert. "Das beste Szenario ist, dass wir sie in vier bis fünf Monaten wieder aussetzen können, schlimmstenfalls behalten wir sie und lernen, wie man sie züchtet", sagte Lintermans.