Der TagFrankreich vernichtet Massen an Wein - und zahlt
Echte Weinliebhaber müssen jetzt stark sein: Die französische Regierung hat die Vernichtung von überschüssigem Wein für 200 Millionen Euro angekündigt!
Frankreich werde einen zu diesem Zweck bereitgestellten EU-Fonds von 160 Millionen Euro um 40 Millionen Euro aufstocken, sagte Landwirtschaftsminister Marc Fesneau. Die Nachfrage nach Wein war stark zurückgegangen, was zu einer massiven Überproduktion führte. Die Weinvernichtung soll nun die Preise stabilisieren und französische Weinbauern retten.
"Wir produzieren zu viel, und der Verkaufspreis liegt unter dem Produktionspreis, sodass wir Geld verlieren", sagte Jean-Philippe Granier vom Verband der Weinerzeuger der Region Languedoc. Auch in der Produktionsregion der Bordeaux-Weine steckt nach Angaben des örtlichen Winzerverbandes jeder dritte Betrieb in finanziellen Schwierigkeiten. Langfristig ist schon länger sowohl ein Trend zu geringerem Alkoholkonsum als auch zu Konsumverschiebungen hin zu mehr Bier zu beobachten. Die Weinbranche litt außerdem besonders stark unter der Corona-Pandemie und den großflächigen Schließungen im Gastronomie-Bereich.