Der TagFrau des spanischen Regierungschefs soll vor Gericht
Die Frau des linken spanischen Regierungschefs Pedro Sánchez soll nach dem Willen eines Untersuchungsrichters vor Gericht gestellt werden. Richter Juan Carlos Peinado schloss das Ermittlungsverfahren ab und schlug eine Anklageerhebung gegen María Begoña Gómez Fernández wegen Korruption, illegaler Einflussnahme, Veruntreuung und Verstößen gegen Markenrechte vor, wie die Justiz mitteilte. Wann die mündliche Verhandlung beginnen könnte, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Die 55-Jährige bestreitet die Vorwürfe.
Die Staatsanwaltschaft hatte während des richterlichen Ermittlungsverfahrens wegen einer aus ihrer Sicht dünnen Beweislage wiederholt die Einstellung des Verfahrens beantragt. Die Verteidigung wiederum bezichtigte Peinado, aus politischen Motiven zu handeln und dem Ansehen der Justiz zu schaden, wie die Zeitung "El País" berichtete. Die Regierung hat die Vorwürfe zurückgewiesen und spricht von einer politisch motivierten Kampagne. Die Ermittlungen hatten aufgrund einer Anzeige der als äußerst rechts geltenden Vereinigung "Manos Limpias" (saubere Hände) begonnen, die Gómez vorwirft, ihre Nähe zum Regierungschef genutzt zu haben, um wirtschaftliche Vorteile zu erschleichen - etwa bei Förderprogrammen, Sponsoringverträgen und Hilfskrediten.