Der TagFußmatte vor iranischem Konsulat angezündet

Der Zusammenhang mit den massiven Protesten im Iran scheint offensichtlich, ist bisher aber nicht bestätigt: Zwei unbekannte Männer haben versucht, im Generalkonsulats der Islamischen Republik Iran in Frankfurt eine Fußmatte anzuzünden. Dafür warfen die beiden laut Polizei am Samstagabend zweimal eine mit brennbarer Flüssigkeit gefüllte Glasflasche von der gegenüberliegenden Straßenseite in Richtung des Konsulats. Viel erreicht haben sie damit zwar nicht - es sei lediglich ein geringer Brandschaden an der Fußmatte entstanden - doch die Botschaft dürfte angekommen sein. Die Frankfurter Kriminalpolizei nahm Ermittlungen gegen die Flüchtigen auf.
Im Iran gehen seit Tagen Tausende Menschen gegen das islamische Herrschaftssystem und die systematische Diskriminierung von Frauen auf die Straße.
Die iranische Polizei reagiert mit Gewalt, mehr als 50 Menschen starben laut Aktivisten.
Die EU verurteilt die gewaltsame Niederschlagung von Demonstranten. "Für die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten ist der weit verbreitete und unverhältnismäßige Einsatz von Gewalt gegen gewaltlose Demonstranten nicht zu rechtfertigen und nicht hinnehmbar", erklärte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell