Der TagGauck verteidigt Steinmeiers Russland-Aussage
Heftige Kritik aus der Union muss Außenminister Frank-Walter Steinmeier derzeit einstecken, nachdem der SPD-Politiker ein Nato-Manöver in Polen kritisierte. Nun bekommt er Rückendeckung:
Bundespräsident Joachim Gauck nimmt Steinmeier gegen Kritik an seinen Äußerungen in Schutz, vor allem gegen den Vorwurf der fehlenden Bündnistreue.
Die deutsche Diplomatie bemühe sich, Gesprächstüren nach Moskau offen zu halten, sagt Gauck während eines Staatsbesuchs in der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Steinmeiers Äußerungen bedeuteten aber keine Absage an die Minsker Vereinbarungen.
"Niemand sollte Zweifel haben an der Bündnistreue der Deutschen im Rahmen der Nato", betont der deutsche Staatschef.
Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel stärkt Steinmeier den Rücken: Steinmeier habe völlig Recht, wenn er darauf hinweise, die Nato nicht in Zeiten des Kalten Krieges zurückzuführen, sagt Gabriel in Berlin.
Derweil fordern die CSU und die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft übrigens den Abbau der westlichen Sanktionen gegen Russland. Und Kremlchef Wladimir Putin gibt sich vergleichsweise zahm.