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Der TagGefährliche Staus am Mount Everest befürchtet

24.04.2026, 14:22 Uhr
A-member-of-expedition-team-stands-at-Khumbu-Icefall-as-the-route-to-Mount-Everest-Camp-One-has-not-yet-been-opened-for-the-season-in-Solukhumbu-district-also-known-as-the-Everest-region-Nepal-April-22-2026
Ein Expeditionsmitglied wandert am Khumbu-Eisbruch. Um den Körper an den niedrigeren Sauerstoffgehalt zu gewöhnen, wechseln die Bergsteiger mehrfach zwischen den unterschiedlichen Höhenlagern, bevor sie zum Gipfel aufsteigen. (Foto: REUTERS)

Kurz vor Beginn der Aufstiegssaison am Mount Everest ist die Route zum Gipfel des höchsten Bergs der Welt immer noch blockiert. Die normalerweise längst geöffnete Strecke vom Basislager zu Lager 2 sei durch einen Serac - ein aufgetürmter Eisblock - im Khumbu-Eisbruch versperrt, teilt Nepals Tourismusministerium mit. Spezialisten suchten derzeit nach einer sicheren Route in dem ohnehin besonders kritischen Gletschergebiet, sagt der Ministeriumssprecher Himal Gautam. Dass der Weg noch nicht eingerichtet ist, lässt die Sorge vor extremem Andrang und Staus auf der Strecke wachsen. Das Zeitfenster ist ohnehin klein: Die Everest-Klettersaison konzentriert sich auf wenige Tage bis Wochen im Mai, wenn die Wetterbedingungen am stabilsten sind und das allmähliche Abschmelzen des Khumbu-Gletschers die Bergsteiger noch nicht zur Umkehr zwingt. Das kurze Wetterfenster führte schon häufig zu Staus in dem wegen des extrem niedrigen Sauerstoffgehalts als Todeszone bezeichneten Gebiet. 

Quelle: ntv.de