Der TagGeisterstadt um Tschernobyl soll Weltkulturerbe werden
Der schlimmste Atomunfall der Weltgeschichte im Jahr 1986 hat das ukrainische Prypjat zur Geisterstadt und gleichzeitig zu einer Touristenattraktion werden lassen. Mehr als 30 Jahre nach dem Unglück von Tschernobyl ziehen wieder Menschengruppen, ausgestattet mit Geigerzählern, durch die verlassenen sowjetischen Häuserblocks. Mit 124.000 Touristen verzeichnete die evakuierte Zone rund um das Atomkraftwerk im Jahr 2019 einen Rekord. Die Ukraine plant daher, Objekte in der nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl errichteten Sperrzone ins Unesco-Weltkulturerbe aufnehmen zu lassen. "Viele dieser Denkmäler kann man konservieren, damit sich die Menschheit daran erinnert, was hier geschehen ist", sagte Kulturminister Alexander Tkatschenko.
Infolge der Katastrophe am 26. April 1986 wurden weite Landstriche radioaktiv verstrahlt. Zehntausende Menschen mussten zwangsumgesiedelt werden. Es gab Tausende Tote und Verletzte.