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Der TagGeorge Clooney zieht über US-Regierung her: "Kindische Beschimpfungen" 

09.04.2026, 08:18 Uhr

George Clooney greift Donald Trump verbal an und wirft dem US-Präsidenten vor, dem Iran mit Kriegsverbrechen zu drohen. Der Oscarpreisträger macht seinen Vorwurf zuerst vor 3000 Schülerinnen und Schülern in der norditalienischen Stadt Cuneo öffentlich - bei einer Veranstaltung seiner Clooney Foundation for Justice. Auslöser war eine Drohung Trumps auf Truth Social, wonach eine "ganze Zivilisation noch in dieser Nacht sterben" könnte, falls der Iran seinen Forderungen nach einem Waffenstillstand nicht nachkomme.

Die Reaktion aus Washington lässt nicht lange auf sich warten. Steven Cheung, Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, schreibt auf X einen Satz, der eher wenig mit politischer Substanz, aber viel mit Häme zu tun hat: "Die einzige Person, die Kriegsverbrechen begeht, ist George Clooney mit seinen schrecklichen Filmen und seinem erbärmlichen Schauspiel."

Clooney ließ das nicht unkommentiert. In einem Statement, das von verschiedenen US-Medien veröffentlicht wurde, weist der Hollywood-Star auf die Ernsthaftigkeit der weltpolitischen Lage hin: "Familien verlieren ihre Liebsten. Kinder wurden verbrannt. Die Weltwirtschaft steht auf Messers Schneide." Dies sei eine Zeit für intensive Debatten auf höchstem Niveau - nicht für "infantiles Beschimpfen". Dann legt er mit einer juristischen Definition nach: Ein Kriegsverbrechen liege laut Völkermordkonvention und dem Römischen Statut dann vor, "wenn die Absicht besteht, eine Nation physisch zu vernichten". Er fragte direkt: "Was ist die Verteidigung der Regierung?"

Quelle: ntv.de