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Der TagGericht verbietet Webcam-Girl das Homeoffice

06.10.2016, 13:39 Uhr

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"Wenn der bayerische Staat uns nicht haben will, bekommt er auch unsere Steuern nicht", sagte das Paar nach dem Urteil. (Foto: dpa)

Gegen Geld zieht sich eine 24-Jährige regelmäßig in ihren heimischen vier Wänden vor einer Webcam aus - nicht in einer anonymen Großstadt, sondern in einem Dorf in Oberbayern. Das geht nicht, hat jetzt das Verwaltungsgericht München entschieden. Die Tätigkeit finde in nicht unerheblichen zeitlichen Umfang statt, beginnt die Begründung. Dies kollidiere mit dem Baurecht, das für das Gebiet nur eine Wohnnutzung vorsieht.

Die Frau und ihr Ehemann werden wahrscheinlich Einspruch gegen das Urteil einlegen. Der Gang bis vors Bundesverwaltungsgericht ist dem Paar aber voraussichtlich zu kostspielig, stattdessen will es wohl wegziehen - nach Mallorca.

Quelle: ntv.de