Der TagGreat Barrier Reef erleidet dritte Korallenbleiche binnen fünf Jahren

Sind die Wassertemperaturen zu hoch, stoßen Korallen die für ihre Färbung sorgenden Algen ab. Mit diesen leben die Nesseltiere normalerweise in einer Gemeinschaft zu gegenseitigem Nutzen. Ohne die sogenannten Zooxanthellen können Korallen auf Dauer nicht überleben und sterben ab, wenn sich die Algen nicht binnen einiger Wochen oder Monate wieder ansiedeln. Dieses als Korallenbleiche bekannte Phänomen beobachten Forscher derzeit an Teilen des Great Barrier Reef vor Australiens Nordostküste. Es ist die dritte Bleiche binnen fünf Jahren.
Luftüberwachungen hätten gezeigt, dass einige südliche und bisher ganz oder weitgehend verschont gebliebene Gebiete des weltgrößten Riffs eine gemäßigte oder sogar schwere Bleiche aufwiesen, teilte die zuständige Behörde Great Barrier Reef Marine Park Authority mit. Die jetzt festgestellte Korallenbleiche ist den Angaben zufolge auf höhere Wassertemperaturen besonders im Februar zurückzuführen. Die - vermeintlich - gute Nachricht: Nicht alle gebleichten Korallen sterben. Leicht oder mittelschwer gebleichte Nesseltiere können sich wieder erholen.