Der TagGrönland kaufen? Trump-Regierung prüft Einmalzahlungen an Einwohner
Donald Trump gehört wohl zu den Menschen, die meinen, dass man mit Geld alles kaufen kann - auch Grönland: Um die Einwohnerinnen und Einwohner der großen Insel zu überzeugen, Teil der USA zu werden, sollen US-Regierungsvertreter laut Insidern auch die Möglichkeit von Einmalzahlungen an die Bevölkerung erörtert haben. Das sagten vier mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Da ist natürlich die spannende Frage, wie viel so ein "Land-Verkauf" pro Person wert sein soll und auch da gaben die Informanten Auskunft: Demnach wurden Summen zwischen 10.000 und 100.000 Dollar pro Person diskutiert. Das entspräche einer Gesamtsumme von bis zu sechs Milliarden Dollar. Das Weiße Haus bestätigte, dass Präsident Donald Trump und seine Sicherheitsberater prüften, "wie ein potenzieller Kauf aussehen würde". US-Außenminister Marco Rubio werde sich kommende Woche mit seinem dänischen Amtskollegen in Washington treffen, um über Grönland zu sprechen - Grönland ist zwar weitestgehend autonom, aber gehört zu Dänemark. Nur die grönländische Regierung hat ihre Haltung dazu bereits mehrfach deutlich bekundet - so Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen auch am vergangenen Sonntag: "Genug ist genug. Schluss mit den Annexionsfantasien."
Und was denken die Grönländer? Umfragen zufolge wünscht sich eine überwältigende Mehrheit die Unabhängigkeit. Sie sind demnach zwar offen für eine Trennung von Dänemark, einen Anschluss an die USA lehnen sie jedoch ab. Wird das die Trump-Administration stoppen? Spätestens seit dem Angriff auf Venezuela und der Entführung von Staatschef Nicolas Maduro ist das wohl mehr als zweifelhaft. Und genau wie Venezuela verfügt Grönland über etwas, das US-Präsident Donald Trump interessiert: Rohstoffe.