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Der TagGrößte Expedition seit 1999 zu isoliertem Volk gestartet

08.03.2019, 07:17 Uhr
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Foto von Korubo-Angehörigen im Jahr 2014 (Foto: picture alliance/dpa)

Eine staatlich organisierte Expedition ist in Brasilien zu einem im äußersten Westen lebenden Stamm ohne Kontakt zur Außenwelt aufgebrochen. Ziel sei es, die Mitglieder des Volks der Korubo in dem ausgewiesenen indigenen Gebiet Vale do Javari an der Grenze zu Peru zu schützen, teilte die für indigene Völker zuständige Nationale Indio-Stiftung Funai auf ihrer Webseite mit.

Medienberichten zufolge hatte es unter den Korubo und dem dort ebenfalls ansässigen Stamm Matis seit 2014 Auseinandersetzungen gegeben. Dabei seien bis zu 17 Menschen ums Leben gekommen, berichtete BBC Brasil. Durch die Konfrontation seien Mitglieder der Korubo geflohen, hieß es weiter. Es gehe auch darum, Familien wieder zusammenzuführen.

Die Expedition ist Funai zufolge die größte seit mehr als zwanzig Jahren. Das Gebiet ist der Stiftung zufolge jenes mit den meisten Stämmen, die in freiwilliger Isolation leben.

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