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Der TagGroßrazzia gegen Schleuser und Schwarzarbeit in Nagelstudios 

14.01.2026, 15:34 Uhr

Wer ab und zu mal ein Nagelstudio aufsucht, hat sich vielleicht auch schon mal gefragt, ob das bei ausländischen Angestellten, die quasi kein Wort Deutsch sprechen, alles mit rechten Dingen zugeht. In einem Fall haben die Behörden genau den Verdacht und gehen mit einer bundesweiten Razzia in Nagelstudios gegen das Schleusen von Arbeitskräften und Schwarzarbeit vor. Mehr als 1000 Einsatzkräfte in mehreren Bundesländern haben Haftbefehle vollstreckt und Räume durchsucht. Bundespolizei, Zoll, Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft waren einer gemeinsamen Mitteilung zufolge in 49 Wohn- und Geschäftsräumen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Niedersachsen unterwegs. Im Fokus der Ermittlungen steht vor allem ein 56 Jahre alter Beschuldigter aus Düsseldorf. Die Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung Organisierter Straftaten in Nordrhein-Westfalen (ZeOS NRW) wirft ihm vor, seit 16 Jahren zeitgleich Nagelstudios neben anderen Orten in Düsseldorf, Köln, Dortmund, Stuttgart und im Landkreis Darmstadt-Dieburg betrieben zu haben. Dabei soll er vietnamesische Staatsangehörige ohne Aufenthaltserlaubnis beschäftigt haben. Die Ermittler vollstreckten laut Mitteilung drei Haftbefehle in Düsseldorf und Dortmund. Neben dem 56-Jährigen wurden zwei Leiterinnen von Nagelstudios (36 und 44 Jahre) festgenommen. Insgesamt soll ein Schaden bei den Steuereinnahmen und für die Sozialkassen von mehr als sieben Millionen Euro entstanden sein. Gegen weitere 24 Beschuldigte laufen noch Ermittlungen.

Quelle: ntv.de