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Der TagGutachterin: Lügde-Angeklagter nicht therapierbar

16.08.2019, 13:36 Uhr
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Andreas V. wurde mit dem Rollstuhl ins Gericht gebracht. (Foto: dpa)

Im Prozess um den hundertfachen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde hat eine Gutachterin auch den Angeklagten Andreas V. als voll schuldfähig eingestuft. Der 56-Jährige habe eine "gut durchschnittliche Intelligenz" mit einem IQ von 110, keine Psychosen, depressive Erkrankungen oder krankhaft seelische Störungen, sagte Psychiaterin Marianne Miller vor dem Landgericht Detmold.

Es sei sehr wahrscheinlich, dass er auch nach Verbüßung einer Haftstrafe erneut sexuellen Missbrauch an Kindern begehen werde. Eine "tief verwurzelte Neigung, diese Art von Straftaten zu begehen", spreche für eine Sicherungsverwahrung. Andreas V. sei "narzisstisch, antisozial" und zeige eine "manipulative Tendenz". Die Staatsanwaltschaft plädierte für eine Freiheitsstrafe von 14 Jahren mit anschließender Sicherungsverwahrung. Für den zweiten Angeklagten Mario S. forderten sie zwölf Jahre und sechs Monate, ebenfalls mit anschließender Sicherungsverwahrung.