Der TagHaben teilweise Verätzungen: "Sea-Eye 4" rettet 76 Menschen
Die Hilfscrew des deutschen Schiffes "Sea-Eye 4" hat bei einer weiteren Aktion im zentralen Mittelmeer 76 Menschen gerettet. Wie der Verein Sea-Eye aus Regensburg mitteilte, war das Schiff am Vorabend einem Notruf nachgekommen. Demnach hatten Dutzende Leute in einem Schlauchboot gesessen, in das bereits Wasser eindrang. Gorden Isler von Sea-Eye sprach von "großem Glück", dass das Schiff "zum Zeitpunkt des Notrufs weniger als drei Stunden entfernt war und dass sie bei Nacht noch rechtzeitig gefunden worden sind". Viele der in der Nacht Geretteten haben Verätzungen, wie der Verein meldete. "Denn wenn in den Schlauchbooten Kraftstoff ausläuft und sich mit Meerwasser mischt, entsteht ein chemisches Gemisch, das die Haut sehr stark verätzt", hieß es von der Hilfsorganisation. Insgesamt seien nun 492 Menschen an Bord der "Sea-Eye 4", nachdem schon zuvor in mehreren Aktionen Migranten und Flüchtende gerettet worden waren.