Der TagHaftstrafe für Brasiliens Ex-Präsidenten Lula erhöht
Die Liste hat es in sich: Bestechlichkeit, Geldwäsche, unlautere Vorteile bei der Vergabe öffentlicher Aufträge. Der frühere Präsident Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva, wurde wegen dieser Delikte bereits mehrfach verurteilt. Erst im Februar war der 74-Jährige zu zwölf Jahren und elf Monaten Haft verurteilt worden. Eine zweite Haftstrafe hatte er zum Teil verbüßt, bevor er vor rund drei Wochen vorläufig freikam. Der Oberste Gerichtshof hatte entschieden, dass der in erster und zweiter Instanz verurteilte Straftäter bis zur Ausschöpfung aller möglichen Rechtsmittel auf freiem Fuß bleiben dürfe.
Nun entschieden drei Richter in einem anderen Fall wegen besonderer Schwere der Schuld, das Strafmaß auf 17 Jahre, einen Monat und zehn Tage zu verlängern. Hintergrund sind die Machenschaften rund um ein Anwesen in der Stadt Atibaia im Bundesstaat São Paulo. Der linke Ex-Staatschef soll von Bauunternehmen die Renovierung des Anwesens angenommen und den Firmen im Gegenzug Vorteile bei der Vergabe öffentlicher Aufträge verschafft haben.